Die Resonanzmassenmessung ist ein Verfahren, das im Archimedes innovativ genutzt wird, um nicht sichtbare Partikel und Partikel im Submikrometer-Bereich in einer Probe zu detektieren, zu zählen sowie ihre Größe und Masse und die Verteilung von Größe und Masse zu messen. Das Herzstück des Archimdes ist ein MEMS-Sensor (Micro Electro-Mechanical Systems), der einen in Resonanz schwingenden Kantilever enthält, in dessen Oberfläche ein Mikrofuidik-Kanal eingebettet ist. Wenn ein Partikel einer Größe zwischen 50 nm und 5 µm durch den Fluidikkanal transportiert wird, ändert sich dadurch die Resonanzfrequenz des Kantilever, woraus Auftriebsmasse, Trockenmasse und Größe des Partikels berechnet werden können.

Des Weiteren kann der Sensor Informationen zu Probenkonzentration, Viskosität, Dichte und Volumen liefern und Partikel sowohl mit positiver als auch negativer Auftriebsmasse innerhalb einer Probe erkennen und charakterisieren. Die Erkennung von Partikeln mit positivem Auftrieb ist äußerst nützlich, um beispielsweise in einer biopharmazeutischen Rezeptur Proteinaggregate von kontaminierenden Silikonöltropfen zu unterscheiden.

Die von Archimedes genutzte Resonanzmassenmessung bietet folgende Vorteile:

  • Schnelle, exakte, reproduzierbare und zuverlässige Partikelzählung und Bestimmung von Partikelmasse und -größe im Bereich von 50 nm – 5 µm.
  • Massenbestimmung bis 350 ag.
  • Geringe oder keine Probenvorbereitung erforderlich.
  • Minimaler Probenverbrauch (100 µl).
  • Hohe Konzentration (109 Partikel/ml).
  • Hohe Viskosität (100 cP).
  • Unterscheidung zwischen Partikeln mit positivem und negativem Auftrieb.
  • Schnelle, NIST-konforme Kalibrierung.