Die Parsum Sonde arbeitet mit einem patentierten faseroptischen Partikelzählungsprinzip. Sie misst gleichzeitig Größe und Geschwindigkeit der einzelnen Partikel. Auf der Grundlage von statistischen Daten in Kombination mit der Technik der Ortsfilteranemometrie kann das Gerät die Partikelanzahl und die Größenverteilung ermitteln. Die Technik der Ortsfilteranemometrie ist weit verbreitet und wird seit über 30 Jahren für die Geschwindigkeitsmessung von Objekten eingesetzt.

  • Keine Kalibrierung erforderlich.
  • Patentierte Messtechnik.
  • Volumetrische Größe und lineare Anzahlverteilung.
  • Konstante Messung ohne Zeitlücken in den Daten.
  • Keine Annahme kugelförmiger Partikel.

Übersicht über die Ortsfilteranemometrie

Mithilfe der Ortsfilteranemometrie können die Größe und Geschwindigkeit von Partikeln extrahiert werden, während sich diese durch einen Laserstrahl bewegen und Schatten auf eine lineare Anordnung von optischen Fasern werfen (siehe Abbildung 1).

Abbildung 1: Diagramm der Ortsfilteranemometrie als Funktionsprinzip bei der Parsum Sonde
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Ein Frequenz-Signal wird erzeugt, wenn Partikel die Faserbündel kreuzen, die mit „Burst A“ und „Burst B“ gekennzeichnet sind. Die Frequenz dieses Signals wird von Fotodetektoren gemessen. Sie verhält sich proportional zur Partikelgeschwindigkeit v. Da die Ortsfilterkonstante g bekannt ist, lässt sich die Geschwindigkeit v berechnen. Während sich die Partikel durch den Strahl bewegen, wird von einer einzelnen optischen Faser ein sekundäres „Puls“-Signal erzeugt. Aus der Zeit t des Pulssignals und der Geschwindigkeit v eines sich bewegenden Partikels kann die Sehnenlänge x des Partikels errechnet werden.

Die tatsächliche Partikelgröße hängt von der Form und der Flugbahn des Partikels bei der Bewegung durch den Laserstrahl ab. Der gemessene Wert stellt eine Sehnenlänge dar (Abbildung 2). Die Ergebnisse für einzelne Partikel (üblicherweise 3.000-10.000 Partikel in einem Zeitraum von 30-120 Sekunden) werden gesammelt, um die Verteilung von Sehnenlängen und Geschwindigkeiten zu berechnen. Aus der Verteilung der Sehnenlängen abgeleitete Parameter wie z. B. X(10), X(50) und X(90) können mit den Ergebnissen anderer Partikelgrößenanalysatoren korreliert werden.

Abbildung 2: Darstellung der Abhängigkeit der Sehnenlänge von Größe, Form und Flugbahn des gemessenen Partikels
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