Statische Lichtstreuung (SLS - static light scattering) ist eine Technik zur Messung des absoluten Molekulargewichts mit Hilfe der Beziehung zwischen der Intensität des von einem Molekül gestreuten Lichts und seines Molekulargewichts sowie seiner Molekülgröße, wie durch die Rayleigh-Theorie beschrieben. Einfach ausgedrückt besagt die Rayleigh-Theorie, dass größere Moleküle von einer vorgegebenen Lichtquelle mehr Licht als kleinere Moleküle streuen und die Intensität des Streulichts proportional zum Molekulargewicht des Moleküls ist.

Es gibt zwei Methoden, das absolute Molekulargewicht mit Hilfe von SLS zu messen:

  1. Batchmessung unter Verwendung einer Küvette
  2. In Kombination mit einem Chromatographiegerät

Die Batchmessung mit küvettenbasierten Geräten wie z. B. Geräten der Zetasizer Serie ist eine Ensembletechnik. Daher ist das berechnete Ergebnis das mittlere gewichtete Molekulargewicht der gesamten gemessenen Probe.

Die häufigste Methode zur Messung des absoluten Molekulargewichts besteht jedoch darin, einen SLS-Detektor mit z. B. Kleinwinkellichtstreuung (LALS - low angle light scattering), Rechtwinkellichtstreuung (RALS - right angle light scattering) oder Mehrwinkellichtstreuung (MALS - multi angle light scattering) zu einem GPC/SEC-System hinzuzufügen. Durch Kombination der SLS mit der Trenntechnik kann das absolute Molekulargewicht an jedem Punkt im Chromatogramm berechnet werden und das Bestimmen des Molekulargewichts jeder Population in einer gemischten Probe wird möglich.